Gemeinde Schönaich

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Interessante Funde

Die erste nachweisbare Besiedlung im engeren Raum unserer Gemeinde stammt aus der Jungsteinzeit (3500 - 1800 v. Chr.).

Interessante Funde gibt es auch aus der Bronzezeit (1800 - 800 v. Chr.), es sind aufgeschüttete Grabhügel, in denen Waffen und Schmuck gefunden wurden und aus der älteren Eisenzeit (800 - 400 v. Chr.) mit zwei keltischen Statuen und der 2,30 m großen Figur eines Gottes. Die Funde sind im Landesmuseum Württemberg zu besichtigen.

Ob die Römer hier siedelten lässt sich nicht beweisen, es wird aber vermutet.

Erstmals urkundlich erwähnt

1274 wird "Schoenaich" oder "Schoenenaich" erstmals urkundlich erwähnt. Gegründet wurde der Ort wahrscheinlich schon im 7. Jahrhundert. Der Name stammt übrigens nicht, wie vielfach angenommen wird, von "Eiche" sondern von dem Flüsschen "Aich" (auch Scheybach oder Schayenbach genannt) ab. Die Lage des Ortes muss sich im Lauf der Zeit erheblich verändert haben, denn die alte Kirche steht abseits vom alten Ortskern. Man nimmt an, dass dieser früher im Gebiet Lindenlauch lag. Die Kirche, die bis 1309 als Martinskirche in alten Urkunden erwähnt ist und dann dem heiligen Laurentius geweiht wurde, war als Fliehburg benutzt worden und deshalb von einer Mauer mit Schießscharten umgeben.

Wirtschaftlich schwere Zeit

Schon vor dem 30jährigen Krieg hatte die Gemeinde aus den verschiedensten Gründen eine wirtschaftlich schwere Zeit durchzustehen. Besonders schwer wirkte sich 1562 ein furchtbarer Hagelschlag aus. 1634 erreichten die Schrecken dieses Krieges auch Schönaich. Spät, aber um so schlimmer. Die Einwohnerzahl sank von 931 auf 50 und es dauerte bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, ehe sich der Ort davon wieder erholt hatte. Die Haupterwerbsquellen waren damals Ackerbau, Viehzucht, Weberei und insbesondere der Obstanbau.

Nach dem 1. Weltkrieg begann mit dem Bau der Eisenbahnlinie die Industrieansiedlung und daraus resultierte eine stetige, wenn auch langsame Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse.

Nachkriegszeit

Der 2. Weltkrieg und besonders die Nachkriegszeit veränderten die Gemeinde noch wesentlich stärker. Als nach Kriegsende über 1500 Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Schönaich eine neue Heimat fanden, mussten nicht nur zusätzliche Wohngebiete erschlossen, sondern durch Ansiedlung von Industrie-, Handels- und Gewerbebetrieben Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. Aber auch das industrielle Ballungszentrum Stuttgart-Sindelfingen-Böblingen bewegte viele Familien, sich in Schönaich niederzulassen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Einwohnerzahl stetig wuchs und sich gegenüber 1939 verdreifacht hat. Heute zählt die Gemeinde knapp 10.000 Einwohner.

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Es wurde 1952 begründet und arbeitet seit 1988 auf der Grundlage des Bundesarchivgesetzes.

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