Gemeinde Schönaich

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Ortskernsanierung III

Hinweisschild Ortskernsanierung
Hinweisschild Ortskernsanierung

Sanierungsgebiet  „Ortskern III“

Die Stärkung der Ortsmitte durch Verbesserungen in der Infrastruktur und die Schaffung eines attraktiven Wohnumfeldes durch ansprechende Platz- und Straßenraumgestaltungen haben in Schönaich durch die beiden Sanierungsgebiete "Ortskern I (ab 1978) und "Ortskern II" (ab 1997) eine lange Tradition.

Der Gemeinde ist es 2006 gelungen, erneut in das Landessanierungsprogramm aufgenommen zu werden und für den Bereich Waldenbucher Straße/Kleine Gasse/Große Gasse, in welchem ebenfalls dringender Sanierungsbedarf besteht, das Sanierungsgebiet "Ortskern III" auszuweisen.
Das Sanierungsgebiet umfasst rund 8 Hektar mit ca. 185 Gebäuden und soll vor allem private Investoren ansprechen.
Mit der Kommunalentwicklung LEG Stuttgart steht der Gemeinde ein erfahrener und kompetenter Projektbetreuer zur Seite.

Aus dem Landessanierungsprogramm erhält die Gemeinde erhebliche Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg. Der Zuwendungsbetrag beläuft sich zunächst auf 500.000,00 € und wird als Anteilungsfinanzierung in Höhe von 60 % bewilligt. 40 % der Förderzuschüsse müssen von der Gemeinde aufgebracht werden. Der Förderrahmen beträgt daher 833.333,00 €.

Die grundlegenden Sanierungsziele sind:

  • Modernisierung und ortsbildgerechte Instandsetzung von Wohnungen und Gebäuden
  • maßvolle Nachverdichtung zur Stärkung der Innenentwicklung der Gemeinde durch Abbruch von Gebäuden und Schließung von Baulücken

Private Grundstückseigentümer können für solche Maßnahmen, die den Sanierungszielen entsprechen, Fördermittel erhalten. Hierzu muss vorab eine vertragliche Vereinbarung mit der Gemeinde getroffen werden.

Es folgt eine zusammenfassende Information der Fördermöglichkeiten für Private im Sanierungsgebiet.

Finanzierungshilfen für Private

Im Sanierungsgebiet gibt es für Privatmaßnahmen unterschiedliche Förder- bzw. Entschädigungsmöglichkeiten. Im Folgenden werden diese überblickartig dargestellt:

Grundsätzlich gilt, dass nur Vorhaben gefördert werden, die dem Sanierungsziel entsprechen und im Sanierungsgebiet liegen. Vor Baubeginn muss auf jeden Fall eine Sanierungsvereinbarung abgeschlossen werden.

Der Schwerpunkt bei der Förderung von Privatmaßnahmen liegt erfahrungsgemäß bei den privaten Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen.

Welche Maßnahmen sind förderfähig?

Beispiele für Modernisierungsmaßnahmen:

Einbau und zeitgemäße Verbesserung von Zentralheizungen
Erneuerung von Fenstern durch Isolierverglasung
Verbesserung des Wohnungsgrundrisses
Einbau und Verbesserung von Elektroversorgungsleitungen
Verbesserung des Wärmeschutzes
Einbau und zeitgemäße Verbesserung von Sanitäranlagen (Bad, WC, Küche)

Unter Instandsetzungsmaßnahmen fällt u. a. die Dacherneuerung.

Ebenfalls förderfähig sind auch Umnutzungen z. B. von leer stehenden Nebengebäuden, der Ausbau von Dachgeschossen oder Scheunen, aber keine Neubauten.

Nicht gefördert werden jedoch reine Schönheitsreparaturen, Unterhaltungsarbeiten und geringfügige Aufwendungen, die dem Eigentümer zumutbar sind, sowie Luxus-modernisierungen.

Förderfähig sind nur umfassende Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, d. h. es sollen zeitgemäße Wohnverhältnisse geschaffen werden. Somit dürfen nach Abschluss der Sanierung keine wesentlichen Mängel mehr bestehen.
Die Restnutzungsdauer muss mindestens noch 30 Jahre betragen. Gebäude, die nach 1965 erbaut wurden, werden nicht gefördert. Ebenfalls müssen die Baukosten mindestens 12.000,00 € betragen.

Förderhöhe

1. Modernisierung und Instandsetzung von Gebäuden
Der Gemeinderat hat für die Bezuschussung der berücksichtigungsfähigen Kosten bei der Modernisierung und Instandsetzung von Gebäuden einen pauschalen Fördersatz von effektiv 22,5 % beschlossen. Eigenleistungen werden i. d. R. mit einem Stundensatz von 8,00 €  anerkannt.  Eine Arbeitsstunde wird somit max. mit 1,80 € gefördert.
Insgesamt dürfen Eigenleistungen jedoch 15% des förderfähigen Aufwandes nicht übersteigen.

2. Abbruch von Gebäuden
Ist aus städtebaulichen Gründen der Abbruch eines Gebäudes erforderlich, so können dem Eigentümer die Abbruchkosten zu 75 % erstattet werden.  
Gebäuderestwerte werden bis zu 50 % erstattet.
Sollte der Abbruch vorrangig im Interesse des Eigentümers liegen, werden die Abbruchkosten zu 50 % und der Gebäuderestwert zu 25 % erstattet.

Weitere Fördervoraussetzungen
Wichtig ist, dass Sanierungsfördermittel nur gewährt werden können, wenn vor Baubeginn eine Modernisierungsvereinbarung abgeschlossen wird, in der Zuschusshöhe, Durchführungszeitraum, die durchzuführenden Baumaßnahmen  etc. festgelegt werden. Hierzu werden Kostenvoranschläge oder konkrete Angebote von Handwerkerleistungen benötigt. Weiter ist zu berücksichtigen, dass Haushaltsmittel zur Förderung von Privatmaßnahmen natürlich nicht in unbeschränktem Ausmaß zur Verfügung stehen.

Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt aufgrund tatsächlich entstandener Baukosten , die durch vollständige Rechnungsbelege nachzuweisen sind. Während der Bauphase können Abschlagszahlungen gewährt werden. Bei notwendigen baulichen Änderungen und Kostenüberschreitungen ist schnellstmöglich mit dem Sanierungsbeauftragten Kontakt aufzunehmen.

Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten
Die Abschreibungssätze für die Modernisierungsaufwendungen, die nicht durch einen Sanierungszuschuss abgedeckt sind, lauten derzeit:

  • § 7 h EStG (bei vermieteten Wohnungen/Gebäuden):
    Im Jahr der Herstellung und in den folgenden 7 Jahren jeweils bis zu 9 % und in den folgenden 4 Jahren bis zu 7 % der Herstellungskosten für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen i. S. des § 177 BauGB.
  • § 10 h EStG (bei Eigennutzung):
    Im Jahr der Herstellung und in den folgenden 9 Kalenderjahren jeweils bis zu 9 % der bescheinigten Sanierungskosten.

Welche Auswirkungen hat die Sanierungssatzung sonst noch?
Im Geltungsbereich der Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes sind bestimmte Vorhaben, wie z. B. die Veräußerung eines Grundstückes, genehmigungspflichtig. Diese Genehmigungspflicht soll verhindern, dass Investitionen erfolgen, die dem Sanierungsziel zuwiderlaufen.

Abgrenzungsplan Ortskernsanierung III

Ansprechpartner:
Herr Schlecht, Bürgermeisteramt Schönaich, Tel.: 0 70 31 / 6 39 – 45,
E-Mail schreiben und
Herr Manogg, Sanierungsbeauftragter der Kommunalentwicklung LEG
Tel.: 07 11 / 64 54 – 2 19, E-Mail schreiben 

Weitere Informationen

Kontakt

Bürgermeisteramt Schönaich
Bühlstraße 10
71101 Schönaich
Fon: 07031 639-0
Fax: 07031 639-99
E-Mail schreiben